Ab März wird Iris Gratz eine Doppelzugehörigkeit zur Paris Lodron Universität Salzburg und zur Johannes Kepler Universität Linz haben.
Das Labor in Salzburg wird im Laufe des kommenden Jahres schrittweise geschlossen. Der Großteil des Teams wird im März 2026 an die Johannes Kepler Universität Linz (JKU) übersiedeln.
Unsere neue Adresse lautet:
Johannes Kepler Universität (JKU)
Fakultät für Medizin
Institut für Medizinische Systembiologie
ADM-Gebäude, 6. Stock
Krankenhausstraße 5
4020 Linz
Wir stellen ein! Weitere Informationen finden Sie hier .
Wissenschaftlicher Schwerpunkt und Profil:
Die Ursache von Autoimmunität liegt darin, dass Immunzellen harmlose Selbstantigene (oder kommensale Mikroben) im Wirtsgewebe angreifen, welches sie schützen sollen. Umgekehrt ist Krebs eine Krankheit, bei der veränderte Eigenzellen nicht effizient aus dem Gewebe entfernt werden und sich somit vermehren können. Als Zielgewebe untersuchen wir die Haut, eine wichtige Barriere des Körpers gegen pathogene Eindringlinge, die reich an Immunzellen ist. Das Hauptziel unserer Forschung ist es, die Rolle von T-Zellen und ihrer Interaktion mit Strukturzellen in der Haut bei Autoimmunität, Wundheilung und Krebs zu verstehen. Wir verwenden organotypische 3D-Hautkulturen und einzigartige (humanisierte) Mausmodelle, um unsere grundlegenden Forschungsfragen zu beantworten und präklinische Studien durchzuführen. Das übergeordnete Ziel ist, grundlegende Mechanismen der Gewebeimmunregulation zu verstehen, um die Grundlage für neue therapeutische Strategien zur Behandlung von chronischen und schwächenden entzündlichen Hauterkrankungen und Hautkrebs zu schaffen.
Forschungsnetzwerk:
Die Forschungsgruppe ist Mitglied des Center of Tumor Biology and Immunology (CTBI) der Universität Salzburg sowie des Cancer Cluster Salzburg.
Iris Gratz ist Sprecherin des vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderten Konsortialprojekts EpiFlaMe: Memory in Epithelial Cells – Organ Specificity and Cancer (SFB-F1009). Ziel von EpiFlaMe ist es, Gedächtnisprozesse in epithelialen Zellen im Kontext von Entzündung und Krebsentwicklung zu verstehen. Dazu werden Multi-Omics-Analysen, computergestützte Modellierung sowie speziell entwickelte experimentelle Kokulturmodelle eingesetzt.
Darüber hinaus ist das Team Teil des ebenfalls vom FWF geförderten Konsortiums SFB-F70 HIT – HDACs as regulators of T cell-mediated immunity in health and disease. In diesem Projekt untersuchen wir die Differenzierung von CD4⁺-T-Zellen als Antwort auf Hautantigene, mit besonderem Fokus auf die Rolle von T-Zell-Rezeptor-(TCR-)Signalen und Histon-Deacetylasen (HDACs).
Im Rahmen unserer (prä-)klinischen Forschung arbeiten wir eng mit dem EB Research Institute sowie dem EB-Haus Austria zusammen, einem Kompetenzzentrum für Epidermolysis bullosa (EB) und einer Spezialklinik für sogenannte „Schmetterlingskinder“. Dabei handelt es sich um Patient:innen mit einer seltenen genetischen Erkrankung, bei der die Haut extrem leicht Blasen bildet. In diesem Kontext untersuchen wir die Rolle haut-tropischer T-Zellen bei der Regulation der Wundheilung der Haut sowie der Krebsentstehung, was inhaltlich eng mit unserer Rolle im Cancer Cluster Salzburg verknüpft ist.
