
Du willst mehr über Politische und Interkulturelle Psychologie erfahren?
Studierende der PLUS können in den von uns angebotenen Lehrveranstaltungen mehr über das Verhalten von Gruppen in politischen und interkulturellen Kontexten sowie beim Erreichen von Zielen herausfinden. Wir bieten auch Möglichkeiten für Bachelor- und Masterarbeiten sowie (internationale) Forschungspraktika und Dissertationen.
Abschlussarbeiten
Begleit-SE zur Erstellung der Bachelor-/Masterarbeit: Themenbereich Politische und Interkulturelle Psychologie
Bei Interesse am Erstellen einer empirischen Arbeit im Bereich der Politischen und Interkulturellen Psychologie senden Sie bitte eine E-Mail inkl. Motivationsschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen an
Weitere Informationen zu Ablauf und Inhalt sowie Details zur Anmeldung sind in PlusOnline zu finden.
CIVIS BIP: Interdisciplinary Approaches to Mastering the Climate Crisis: Natural, Societal and Psychological Processes
Dieses internationale, interdisziplinäre Blended Intensive Programme (BIP) bringt Studierende aus ganz Europa zusammen, um reale Klimaprobleme aus wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und psychologischer Perspektive zu bearbeiten. Das Programm verbindet modernste Forschung, praxisnahe Einblicke und Teamarbeit über Disziplinen hinweg.
Worum geht es?Der Kurs vereint Expert:innen aus Klimawissenschaft, Umweltforschung, Sozialwissenschaften und Psychologie. Studierende lernen, wie Klimawandel physikalisch funktioniert, wie Gesellschaften sich anpassen können und welche psychologischen Barrieren nachhaltiges Verhalten erschweren. Besonderer Fokus liegt auf der Frage: Wie können wir Menschen, Organisationen und Regionen motivieren, wirksam auf die Klimakrise zu reagieren?
Was macht das BIP einzigartig?
- Interdisziplinär: Studierende aus Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Psychologie, Technik, Recht und Wirtschaft arbeiten gemeinsam.
- Praxisnah: Direkter Austausch mit regionalen Stakeholdern wie Salzburg AG, Industriepartnern und Gemeinden.
- Hands-on: Exkursionen zu Kraftwerken, Fluss- und Hochwassergebieten, nachhaltigen Betrieben.
- Psychologie trifft Klima: Einblicke in Motivation, Verhalten, Angst, Abwehrmechanismen und nachhaltige Entscheidungsprozesse.
- Kreative Abschlussprojekte: Teams entwickeln Podcasts oder Videos, die reale Klimaprobleme adressieren und öffentlich verständlich kommunizieren.
Studierende entwickeln ein tiefes, ganzheitliches Verständnis für den Klimawandel, indem sie naturwissenschaftliche, gesellschaftliche und psychologische Perspektiven miteinander verbinden. Sie lernen, effektiv in interdisziplinären und internationalen Teams zusammenzuarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse im Austausch mit Stakeholdern praktisch anzuwenden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Wissenschaftskommunikation: Die Teilnehmenden üben, komplexe Inhalte klar, kreativ und öffentlichkeitswirksam aufzubereiten. Gleichzeitig stärken sie ihr kritisches Denken und ihre Fähigkeit, reale Probleme evidenzbasiert zu lösen. Durch die intensive virtuelle und physische Zusammenarbeit erwerben sie zudem wichtige digitale Kompetenzen und Erfahrung in internationaler Kollaboration.
Für wen ist der Kurs ideal?Der Kurs richtet sich an fortgeschrittene Bachelor‑, Master‑ und frühe PhD‑Studierende, die den Klimawandel aus mehreren Perspektiven verstehen möchten und Freude an interdisziplinärer Zusammenarbeit haben. Besonders angesprochen sind Studierende mit Interesse an Psychologie, Nachhaltigkeit, Energie, Wasser, Gesellschaft oder Kommunikation und motiviert sind, gemeinsam in internationalen Teams echte Lösungen für reale Herausforderungen zu entwickeln.
Wahlmodul Motivation und Zielerreichung
VU Motivation und Zielerreichung: Grundlegende Prozesse in der Politik, bei der Arbeit und zwischen Kulturen
Dieser Kurs behandelt grundlegende sowie aktuelle Theorien der menschlichen Motivation mit einem besonderen Fokus auf zielgerichtetes Verhalten in verschiedenen Kontexten wie Politik, Arbeitswelt und Kultur. Die Studierenden setzen sich mit zentralen psychologischen Prozessen auseinander, darunter Intentionalität, Selbstregulation und Metakognition, basierend auf klassischer und moderner Forschung. Zu den behandelten Themen gehören die Lücke zwischen Intention und Verhalten, Planung und Zielverfolgung, Modelle der Selbstkontrolle sowie die Rolle von Attribution in der Motivation. Darüber hinaus werden soziale Dimensionen der Motivation untersucht, etwa wie Leistungsziele durch sozialen Einfluss geformt werden, die moralpsychologischen Grundlagen von Verpflichtung sowie die Dynamiken gemeinsamer Realität und gemeinsamer Handlung. Anwendungsbezogene Abschnitte thematisieren kulturelle Kontinuität als motivationale Kraft, die Psychologie von Workaholismus und Unternehmertum sowie den Einfluss motivierter Kognition auf politische Überzeugungen und Entscheidungsprozesse.
Ziel: Durch die kritische Auseinandersetzung mit empirischer Literatur und theoretischen Modellen erwerben die Studierenden ein differenziertes Verständnis davon, wie Motivation innerhalb von Individuen und sozialen Systemen wirkt. Der Kurs fördert interdisziplinäres Denken und bereitet darauf vor, Erkenntnisse der Motivationspsychologie auf reale Herausforderungen in Organisationen, Kulturen und politischen Kontexten anzuwenden.
Inhaltliche Voraussetzungen: Grundlegende Kenntnisse der Allgemeinen- und Sozialpsychologie. Grundlegende Vertrautheit mit dem Zielkonzept.
SE Empirisches Seminar zum Wahlmodul Motivation und Zielerreichung
In diesem empirischen Seminar werden Motivation und Zielerreichung insbesondere im Gruppen- und Team-Kontext untersucht. Berührungspunkte bestehen mit zielgerichtetem Verhalten in verschiedenen Kontexten wie u.a. Politik, Arbeitswelt und Umwelt. Die Studierenden wirken an einer empirischen Studie mit. Aktuelle Forschung behandelt die Reaktion auf Gruppenkritik (z.B. Thürmer et al., 2024) sowie die Reaktion auf abweichende Gruppenmitglieder (z.B. Thürmer & Kunze, 2023), beispielsweise im Kontext von Leistungsaufgaben oder beim Problemlösen. Die experimentellen Studien werden dabei auf neueste Analysemethoden der dynamischen Gruppeninteraktion zurückgreifen (z.B. Gesichtsausdrücke, Sprache) sowie bewährte Verhaltensmaße und Selbstberichte. Studierende werden lernen, Laborstudien mit diesen Verfahren selbstständig durchzuführen und so eine eigene Fragestellung zu testen.
Ziel: Durch die empirische wissenschaftliche Arbeit erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit empirischer Literatur und theoretischen Modellen. So erwerben die Studierenden ein differenziertes Verständnis von der Zielerreichung in Gruppen und Teams. Der Kurs fördert analytisches und interdisziplinäres Denken und bereitet darauf vor, Erkenntnisse der Motivationspsychologie auf reale Herausforderungen in Organisationen, Kulturen und politischen Kontexten anzuwenden.
Lehr- und Lernmethode: Dafür folgt das Empirische Seminar dem Forschungsverlauf. So beinhalten die Leistungen eine kurze Synopsis, gegenseitiges Feedback (Peer-Review) sowie eine Kurz-Präsentation. Zum Abschluss des Semesters verfassen die Studierenden einen Abschlussbericht, angelehnt an das Format eines wissenschaftlichen Papers.
Inhaltliche Voraussetzungen: Grundlegende Kenntnisse der Allgemeinen- und Sozialpsychologie. Grundlegende Vertrautheit mit dem Zielkonzept. Grundlegendes Verständnis von statistischen Standardverfahren.
Weitere Lehrveranstaltungen
VU Wie erreichen Gruppen und Teams ihre Ziele?
In dieser Vorlesung/Übung werden wir die Zielerreichung von Gruppen und Teams im interkulturellen und politischen Kontext näher betrachten. Insbesondere werden wir analysieren, wie Entscheidungsprozesse in Gruppen zur gesellschaftlichen Polarisation beitragen können, wie Attributionsprozesse die Bewertung von devianten Team Mitgliedern beeinflusst und wie diverse Teams eine gemeinsame Identität bilden können. Eine weiterer Schwerpunkt liegt aus Ausprägungen prosozialer Persönlichkeit. Dazu werden wir uns gemeinsam aktuelle Literatur aus der psychologischen Forschung erarbeiten.
Ziel: Studierende haben ein grundlegendes Verständnis von der Zielverfolgung in Gruppen und Teams sowie Auswirkungen der Persönlichkeit darauf. Dieses Wissen können Sie auf aktuelle Problematiken in Teams in Unternehmen und den politischen Diskurs in der Gesellschaft anwenden und kennen aktuelle Forschung zu diesen Themen. Darüber hinaus können Sie aktuelle Literatur anhand von Literaturangaben finden, weiterführende Literatur selbstständig recherchieren und in einem wissenschaftlichen Text in bestehendes Wissen einordnen. Als Globalkompetenz wird Ihre Fähigkeit zum wissenschaftsgeleiteten Diskurs gestärkt.
Lehr- und Lernmethode: Diese Vorlesung/Übung wird sowohl auf asynchrone online- als auch auf persönliche online Unterrichtseinheiten zurückgreifen. Online-Phasen werden für das Erarbeiten von Inhalten und dem Einüben von Methoden genutzt. Präsenz-Termine nutzen wir für das interaktive Erarbeiten von Problemstellungen im Sinne eines „Flipped Classrooms“. Methoden-Inputs bereiten die Studierenden auf das eigenständige Arbeiten vor.
Inhaltliche Voraussetzungen: Studierende sind mit den Grundlagen der Sozialpsychologie, der Arbeits- und Organisationspsychologie sowie der Forschungsmethodik vertraut. Darüber hinaus können Studierende unter Anleitung wissenschaftliche Texte rezipieren.
VO The psychology of climate change and sustainability
mit Mag. Dr. Johannes Klackl
Wissenschaftler sind sich seit Jahrzehnten einig, dass sich das Klima ändert, dass menschliche Aktivitäten der Grund dafür sind, und dass dies den Fortbestand vieler Arten, inklusive des Menschen, gefährdet. Warum ist eine adäquate gesellschaftliche Lösung des Problems noch immer nicht in Sicht? Diese Frage versuchen wir in dieser Vorlesung aus psychologischer Sichtweise zu beantworten. Dazu beleuchten wir menschliches Denken, Fühlen und Handeln durch die Linse unterschiedlicher psychologischer Paradigmen.
Ziel: Studierende kennen die wichtigsten psychologischen Erklärungsansätze menschlichen Denkens, Fühlens und Verhaltens im Klimawandelkontext und können alltägliche Diskurse über den Klimawandel anhand dieser analysieren.