DSP-Kollegs

Dynamic Mountain Environments & Society Vol. 2

Abstract

Die Lebensräume in den Gebirgsregionen der Erde sind dynamisch und von ständiger natürlicher und anthropogener Umweltveränderung geprägt. Dabei repräsentieren die Prozesse unterschiedliche räumliche und zeitliche Skalen. Dazu gehören langsame, lang andauernde geodynamische Prozesse, die zur Genese von Gebirgen führen und die Entstehung der einmaligen Flora und Fauna der Gebirgsregionen begünstigen. Dies führt häufig zu einer außergewöhnlich hohen Biodiversität in Gebirgen. Abiotische und biotische Bedingungen in alpinen Landschaften werden kontinuierlich durch die erosive Kraft von Eis und Wasser geformt und befinden sich in ständiger Veränderung. Diese Veränderungen können in geologischen und ökologischen Zeitskalen ablaufen, da sich Artengemeinschaften und einzelne Arten an veränderte Bedingungen anpassen. Interaktionen zwischen Organismen verstärken die dynamischen Rückkopplungen, die zu nichtlinearen Prozessen und Veränderungen der Biodiversität führen. Die zunehmende Rolle direkter und indirekter menschlicher Einflüsse auf Gebirgsökosysteme fügt eine weitere Dimension der Komplexität hinzu. Gebirge sind seit Jahrtausenden auch die Heimat des Menschen. Mit den technologischen Veränderungen und dem Bevölkerungswachstum ist der menschliche Einfluss so bedeutend geworden, dass er den Effekten von geologischen und biologischen Prozessen gleichzusetzen ist. Die Aktivitäten des Menschen prägen eine neue Ära – das Anthropozän. Der zunehmende anthropogene Druck auf die Gebirgswelt hat dramatische Effekte. Erosive Oberflächenprozesse wie Murgänge und Steinschläge werden zu Naturgefahren. Zudem wirken sich die Effekte des Klimawandels besonders stark auf Arten aus die sich an alpine Lebensräume optimal angepasst haben. Daher ist es für jede Gesellschaft, die in den Bergen lebt, essentiell, mit den Risiken des dynamischen Wandels umgehen zu können.

Doktorandinnen und Doktoranden, Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen mit einem naturwissenschaftlichen (Geowissenschaften und Biologie), sozialwissenschaftlichen, sowie gesellschaftlichen Hintergrund bilden ein transdisziplinäres DSP-Kolleg, das mit dem Titel „Dynamic Mountain Environments and Society“ (DynamitE Vol. 2) an aktuellen Fragen von internationaler Relevanz arbeiten wird. Forschungsexzellenz an der internationalen Spitze wird das führende Merkmal dieses DSP-Kolleg sein. Die Auswahl der Forschungsschwerpunkte wird sich auf Themen konzentrieren, die von größter gesellschaftlicher Relevanz sind. Die Doktorand*innen werden Zugang zu modernsten Technologien haben und volle Unterstützung und Ausbildung in allen Aspekten des akademischen Lebens erhalten. Das Hauptziel für die Doktorand*innen wird es sein, auf höchstem internationalem Niveau zu publizieren (mindestens drei ISI-Fachartikel). DynamitE ist ein erster wichtiger Schritt für weitere Forschungsinitiativen innerhalb des neu begründeten FB Umwelt und Biodiversität, gemeinsam mit weiteren Fachbereichen. Die Inhalte von DynamitE bedienen das Leitmotiv „Entwicklung und Nachhaltigkeit“ der PLUS.

Das DSP-Kolleg Dynamic Mountain Environments Vol. 2 (DSP-DynamitE Vol. 2) knüpft an das DSP-Kolleg DymamitE – Dynamic Mountain Environments (DME) (2016-2021) an.

Fellows

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Foto: Unipark Nonntal Aufgang Studiernde

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