MINT-Nachwuchs mit Zukunftsperspektive

Dr. Hans Riegel-Fachpreise 2022

Für herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten vergab die Paris Lodron Universität Salzburg in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung die DR. HANS RIEGEL-FACHPREISE im Bundesland Salzburg, 2022 im Gesamtwert von 6650 Euro. Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Hendrik Lehnert betont: „Auch dieses Jahr zeigen die ausgezeichneten vorwissenschaftlichen Arbeiten in eine vielversprechende Richtung! Gerne begleiten wir an der PLUS die jungen Talente und nehmen gemeinsam die Herausforderungen der Zeit mit wissenschaftlichen Werkzeugen an.“ v.l.n.r. (ohne Titel): Marco Alfter (Vorstandsmitglied der Kaiserschild-Stiftung), Hendrik Lehnert (Rektor PLUS), Johannes Bartel, Vincent Altmann, Jonas Wabnig, Hanna Reichinger, Felix Oberhuber, Lilia Rösch, Paul Dorfer, Hannah Gschwentner, Hannah Schnell, Maurizio Musso (Jurykoordinator), Alexander Strahl (Jury). Nicht vor Ort: Natalie Lugstein, Elzbieta Golaszewska, Isolde Elisabeth Wallner

12 PreiträgerInnen mit Rektor & Laudatoren

Prämierte profitieren vom Alumni-Netzwerk

Insgesamt 13 Preisträger*innen aus dem Bundesland wurden bei einem Festakt mit Kurzpräsentation im Audimax (Natur- und Lebenswissenschaftlichen Fakultät) geehrt, dabei wird nicht nur ein Preisgeld ausgeschüttet: „Die Kaiserschild-Stiftung öffnet für die Prämierten des Wettbewerbs einen Zugang zu einem umfassenden Alumni-Programm, dem MINT TANK, und begleitet sie so auf dem Weg zum Berufseinstieg“, so Marco Alfter, Vorstandsmitglied der Kaiserschild-Stiftung.

In den MINT-Unterrichts­fächern Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik konnten sich Schüler*innen aus dem Land Salzburg auch heuer mit ihren vorwissen­schaft­lichen Arbeiten bewerben. Die jeweils besten eingesandten Arbeiten wurden diesmal mit einer Preis­geldsumme von 5400 Euro ausge­zeichnet. Für das Engagement der be­treu­enden Lehrpersonen wurden Sachpreise an die Schulen im Gesamtwert von 1250 Euro vergeben.

Einreichungen unter der Lupe

Thematisch ist auch 2022 eine große Vielfalt geboten: Beispielsweise wurde von den Erstgereihten die Herstellung von Entzündungshemmern aus Algen, die Genauigkeit von Analysemetoden, die Internetzensur in China, der Goldene Schnitt sowie die Milchstraße, als unsere kosmische Heimat untersucht.

Das Bundesland Salzburg hat in 5 Kategorien an 13 Preise vergeben, davon waren 5 männlich und 8 weiblich. Es gab dieses Jahr doppelt so viele Einreichungen von Schülerinnen als von Schülern. Mit der Ausschreibung wurden fast zwei Drittel der Schulstandorte erreicht: (17 von 29 Schulen). Der Lungau hat auch 2022 die Vorreiterrolle wieder bestätigt mit 100 % bei einem Standort, gefolgt von Pinzgau mit 67 % und schließlich erst auf Platz drei Salzburg mit 64 % erreichten Schulen. Aus der Stadt Salzburg wurden 7 Schüler*innen mit Ihren Arbeiten als preiswürdig eingestuft. Dem gegen­über stehen 6 prämierte VWAs außerhalb der Landeshauptstadt. Bis auf den Tennengau und Pinzgau, die nur insgesamt 3 AHS-Standorte aufweisen, sind Schulen aus allen Gauen in den Preis­rängen vertreten.

Preisträger*innen 2022

Biologie

  1. Platz: Hanna Reichinger mit Prämature Kultivierung von Haematococcus zur Gewinnung von Astaxanthin für den biotechnologischen Nutzen (Bundes-Oberstufenrealgymnasium Straßwalchen, Gutachter: Mathias Hopfinger
  2. Platz: Natalie Lugstein mit Ernährungsphysiologische Auswirkungen einer pflanzlichen Ernährungsweise (Wirtschaftskundliches Bundesrealgymnasium Salzburg, Gutachterin: Nathalie Kleiß)
  3. Platz: Lilia Rösch mit Prozess des Muskelproteinzerfalls im postmortalen Intervall als Indikator zur Todeszeitbestimmung (Bundes-Oberstufenrealgymnasium Salzburg-Nonntal, Gutachterin: Elisabeth Scheicher)

Chemie

  1. Platz: Paul Dorfer mit Evaluierung der Genauigkeit ausgewählter quantitativer Analysemethoden (Bundesgymnasium Tamsweg, Gutachter: Timo Fleischer)
  2. Platz: Vincent Altmann mit Nichtsteroidale Antirheumatika (Bundesrealgymnasium Salzburg, Gutachter: Timo Fleischer)
  3. Platz: Hannah Gschwentner mit Der Säure-Basen-Haushalt im menschlichen Körper (BG/BRG/BORG St. Johann im Pongau, Gutachter: Timo Fleischer)

Informatik

  1. Platz: Felix Oberhuber mit Internetzensur in China (Akademisches Gymnasium, Gutachter: Karl Josef Fuchs)

Mathematik

  1. Platz: Johannes Bartel mit Der goldene Schnitt als mathematisches Verhältnis in Geometrie, Naturwissenschaften und Technik (Bundesrealgymnasium Salzburg, Gutachter: Günter Maresch)
  2. Platz: Hannah Schnell mit Die Geschichte und Bedeutung der Zahl Null in der Mathematik (Pierre de Coubertin Bundes-Oberstufenrealgymnasium Radstadt, Gutachter: Karl Josef Fuchs)
  3. Platz: Julia Anna Gimpl mit Der Satz des Pythagoras in der Architektur (Privatgymnasium und Oberstufenrealgymnasium St. Ursula, Gutachter: Günter Maresch)

Physik

  1. Platz: Elzbieta Golaszewska mit Die Milchstraße – unsere kosmische Heimat (Bundesgymnasium Tamsweg, Gutachter: Maurizio Musso)
  2. Platz: Jonas Wabnig mit Die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf den menschlichen Körper (BG/BRG/BORG St. Johann im Pongau, Gutachter: Maurizio Musso)
  3. Platz: Isolde Elisabeth Wallner mit Die Geometrie der Raumzeit bei ausgewählten kosmischen Objekten (Musisches Gymnasium Salzburg, Gutachter: Maurizio Musso)

Zu den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen

Die Fachpreise werden in Salzburg seit 2011 jährlich ausgeschrieben und sind in jedem Fach (Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik) mit jeweils 600 Euro für den ersten, 400 Euro für den zweiten und 200 Euro für den dritten Platz dotiert. Zudem erhalten die Schulen der Erst­platzierten einen Sachpreis in Höhe von 250 Euro als Anerkennung der Betreuung der Arbeiten durch die jeweiligen Fachlehrpersonen.

Alle weiteren Details auch unter:  www.hans-riegel-fachpreise.com