Doktorandinnen und Doktoranden

Im seit dem Jahr 2008 bestehenden SCEUS Dok-Kolleg betreiben Doktorandinnen und Doktoranden aus unterschiedlichen Disziplinen in einem internationalen Umfeld ihre Forschung. Das Kolleg wird finanziert durch die Schweizer Humer-Stiftung für akademische Nachwuchskräfte.
Die Doktorandinnen und Doktoranden, die in einem kompetitiven Verfahren ausgewählt werden, arbeiten am Zentrum auf der Basis eines Drei-Jahres-Stipendiums (Konditionen entsprechend FWF Vorgaben). Das Doktorat der Universität Salzburg wird an alljene verliehen, die das Programm entsprechend der allgemeinen Vorgaben der Universität durchlaufen haben (Dr. iur. oder Dr. phil.). Seit Herbst 2020 arbeitet eine neue Kohorte von Doktorandinnen und Doktoranden am SCEUS und trägt mit ihren Forschungsprojekten zum Thema „Challenges of European Integration“ bei.

Bücher Doktoranden

 

 

Sarah Deisl studierte Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg. Während dieser Zeit sammelte sie sowohl in einer Rechtsanwaltskanzlei in Salzburg als auch in einer Kanzlei für Immigration in den USA in Alaska Erfahrungen. Als sie gegen Ende Ihres Studiums als Studienassistentin für den Fachbereich Europarecht tätig war, beteiligte sie sich zusätzlich im Bereich der wirtschaftlichen und fiskalischen Integration im Rahmen des EMU Choices Projekts am SCEUS. Seit Oktober 2020 ist Sarah Deisl am SCEUS Doktorandenkolleg tätig und beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit der Bedrohung der Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union und legt dabei besonderes Augenmerk auf den Machtkampf innerhalb der Europäischen Institutionen.

 

Ermela Gianna studierte von 2006 bis 2011 Wirtschaft und Statistik an der Wirtschaftsuniversität Piräus in Athen, und von 2011 bis 2012 European Studies an der Universität Wien. Während dieser Zeit, war sie berufstätig als Schumann Trainee bei dem Europäischen Parlament in Brüssel, und als Marketing Praktikantin bei Eurolife Insurance Group in Athen. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie zwei Jahre lang als Forschungsassistentin an der Panteion Universität in Athen und ein Jahr lang als Assistentin und Junior Politikberaterin im Griechischen Parlament. Im September 2020 schloss Ermela Gianna ihr Masterstudium European Union Studies an der Universität Salzburg ab. Seit November 2020 ist sie am SCEUS Doktorandenkolleg tätig und beschäftigt sie sich in ihrer Dissertation mit der Funktion des Europäischen Parlaments in der Zeit der Covid-19 Pandemie und ins besondere mit dem Einfluss des Parlaments auf MFF2021-2027, NGEU und Rule of Law Mechanism Verhandlungen.

 

Léo Gotarda hat sein Studium der Rechtswissenschaften (LL.B.) an der Universität La Rochelle in Frankreich absolviert. Danach hat er im Zuge seines juristischen Studiums Zeit im Ausland an der Universität Salzburg verbracht, wo er beschloss, einen doppelten Master-Abschluss mit der römischen Universität Luiss Guido Carli in den Fächern European Union Studies und Internationalen Beziehungen anzustreben. Nach einem Praktikum bei ‚La Bascule‘, einer Vereinigung, die sich für ökologische, wirtschaftliche und soziale Übergänge einsetzt, setzte er sein juristisches Studium in Frankreich im Rahmen eines trinationalen LL.M. in Rechtsvergleichung an den Universitäten Straßburg, Freiburg im Breisgau und Basel fort. Seit Oktober 2020 ist Léo Gotarda am SCEUS Doktorandenkolleg tätig und beschäftigt sich in seiner Dissertation mit der Integration des Klimawandels in die Rechtsordnung der EU.

 

Karin Klieber studierte Volkswirtschaftslehre an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie an der Macquarie University in Sydney im Rahmen eines Auslandssemesters. Sie sammelte Erfahrung als Praktikantin in der Oesterreichischen Nationalbank sowie der Wirtschaftskammer in Salzburg und Straßburg. Bevor sie im Oktober 2020 Teil des SCEUS Doktorandenkollegs wurde, arbeitete sie im Bereich der Datenanalyse in der Porsche Holding Salzburg sowie bei Salzburg Research. Als Doktorandin am SCEUS beschäftigt sie sich in ihrer Dissertation mit makroökonomischen Prognosen. Unter Anwendung Bayesianischer Ökonometrie entwickelt sie Modelle, die eine höhere Prognosegenauigkeit erzielen und so die Grundlage für geldpolitische Entscheidungen verbessern.

 

Carina Kobler studierte von 2011 bis 2015 Politikwissenschaft und Romanistik an der Universität Wien. Ihr Auslandssemester verbrachte sie an der Universität Göteborg in Schweden. Anschließend setze sie ihr Studium in den Fächern European Union Studies und Politikwissenschaft  an der Universität Salzburg fort. Währenddessen absolvierte sie diverse Praktika, u.a. beim ORF Wien. Seit März 2018 ist Carina Kobler am SCEUS Doktorandenkolleg tätig und beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit dem europäischen Pflegemarkt.

 

Klaudia Koxha studierte von 2014 bis 2017 Politikwissenschaft an der Universität Tirana. Während dieser Zeit absolvierte sie ihre Praktika an Council of Europe Office in Albanien, an dem sie sich mit zwei Projekten beschäftigte, ‘Support to the Efficiency of Justice’ und ‘Action Against Economic Crime’ und an der Stadtgemeinde Tirana wo sie im Bereich Sozialdienst tätig war. Danach hat sie ihr Master Studium an der Universität Salzburg absolviert und hat währenddessen als Studien- und Forschungsassistentin gearbeitet, wobei sie sich im Rahmen des Projektes ‘A Comparative Study on The Budgetary Discourse in the Eurozone’ beteiligt hat. Ihre Master Arbeit bezieht sich auf die Forschungsfrage, wie linkspopulistische Parteien mit kulturellen Spaltungsebenen umgehen. Sie führt ihre Forschung mit Schwerpunkt Populismus an ihrer Dissertation fort, an der sie die Auswirkung von Populisums auf die Europäische Integration des Westbalkans analysiert.

 

Birgit Mitter studiert seit 2015 Politikwissenschaften an der Universität Salzburg. Im Rahmen ihres Studiums legte sie einen Schwerpunkt auf Sprachen und quantitative Methodik, wobei sie auch in diversen Tutorien ihre Begeisterung für politikwissenschaftliches Forschungsdesign an andere Studierende weitergab. Neben ihrer dreijährigen Tätigkeit als Studienassistentin am örtlichen Fachbereich und in einem Forschungsprojekt zum europäischen Binnenmarkt fand sie stets Zeit für ihr umfassendes sportliches Engagement in diversen Bereichen. Ihre private Leidenschaft darf sie nun mit ihrer beruflichen Laufbahn verbinden, denn sie befasst sich in ihrer Dissertation mit den Besonderheiten europäischer Sportpolitik und deren Einfluss nationaler und internationaler Ebene.

 

Mariana Mykyliuk studierte als gebürtige Ukrainerin Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg. Während dieser Zeit sammelte sie wertvolle Berufserfahrungen in einer Rechtsanwaltskanzlei in Wien, am Österreichischen Institut für Menschenrechte in Salzburg sowie in der Zoll- und Steuerabteilung in zwei international tätigen Großkonzernen im Raum Salzburg. Aufgrund der zahlreichen Einblicke in die wirtschaftliche Integration der EU durch die unternehmerische Praxis kam die Entscheidung sich der wissenschaftlichen Forschung in diesem Bereich zu widmen. Seit Oktober 2020 ist Mariana Mykyliuk am SCEUS Doktorandenkolleg tätig und untersucht in ihrer Dissertation die Problematik der Grenzkontrollen im Schengen-Raum, insbesondere deren Auswirkungen auf die Personenfreizügigkeit.

 

Nico Petz absolvierte in der Zeit von 2014 bis 2018 sein Bachelorstudium der Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien. Im September 2020 schloss er an der gleichnamigen Universität das Masterstudium Economics ab. Im Rahmen seiner Masterarbeit beschäftigte er sich mit der bayesianischen Schätzung makroökonomischer Modelle, um Aufschluss über die Effekte permanenter Zinsänderungen auf Inflation zu erhalten. Mit Oktober 2020 begann seine Anstellung als Doktorand am Salzburg Centre of European Union Studies. In seiner Dissertation befasst er sich mit der Applikation von Methoden des maschinellen Lernens in der ökonometrischen Zeitreihenanalyse mit Fokus auf makroökonometrische Modelle. Dieser methodologische Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung wird folglich auf relevante ökonomische Fragestellungen der europäischen Union angewandt.

 

Anna Stelzer studierte Internationale Entwicklung an der Universität Wien und Volkswirtschafslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien. Während des Studiums sammelte sie praktische Erfahrung als Praktikantin in der Österreichischen Botschaft Neu Delhi und der Oesterreichischen Nationalbank. Nach Abschluss des Masterstudiums folgte eine Anstellung am Institut für Wirtschaftsgeographie und Geoinformatik der Wirtschaftsuniversität Wien und ein Traineeship in der Europäischen Zentralbank. Im Zuge ihrer Dissertation als Doktorandin am SCEUS setzt sie sich mit den empirischen Auswirkungen von Geldpolitik auf die Verteilung von Einkommen und Vermögen in der Eurozone auseinander.