The Rector‘s Column: Aufbruch mit Kommunikation, Strategie und Struktur

The Rector’s Column, Folge 1 | 09.07.2020 Wir befinden uns in einer Zeit, die von Veränderung und Adaption geprägt ist. Nicht nur aufgrund von Corona werden uns die vergangenen wie auch die kommenden Monate in Erinnerung bleiben. Der Begriff „Neue Normalität“ ist allgegenwärtig. Mit unserer Dossier-Reihe das „Neue Normal“ auf der Homepage begleiten wir diesen Prozess redaktionell und spiegeln das Geschehen an unserer Universität wider. Für die Universität Salzburg ist 2020 nicht nur ein Jahr des Umbruchs. Es ist ein Jahr des Aufbruchs. Sie alle konnten der öffentlichen Diskussion entnehmen, dass wir jetzt die Weichen neu stellen müssen. Aus einem entscheidenden Grund: In einer Zeit extremer, auch Corona bedingter finanzieller Herausforderungen, legen wir all unsere Kraft in einen Prozess, um die Universität Salzburg langfristig zu stärken.

Dieser Prozess hat drei Ebenen.

Die erste Ebene ist die Stärkung der Kommunikation. Das Rektorat hat zum Jahresbeginn einen Marken- und Kommunikationsprozess verabschiedet. Das Kommunikationskonzept führt zum Leitspruch: „Universität Salzburg. PLUS. Kompetenz für morgen“. Es bringt auf den Punkt, worum es ganzheitlich und nachhaltig geht: Wir erhöhen die Sichtbarkeit und Attraktivität der Universität über eine Kommunikation auf allen Kanälen. Eine neue Homepage ist in Arbeit. Wir planen mit einer Preview-Version noch vor dem Start des Wintersemesters online zu gehen. Das neue Logo ist Sinnbild für unseren Außenauftritt. Ein Löwe, der nach vorne gerichtet, Tatkraft und Tradition verbindet. Mit unserem Kommunikationsprozess wollen wir den Austausch auch mit Ihnen stärken. Dem Rektorat ist es ein besonderes Anliegen, die Interaktion in den grundlegenden Fragen der Universität auszubauen. Bis heute hat das neue Rektorat seit seinem Antritt weit über 100 Einzelgespräche zur kommunikativen und strukturellen Neuausrichtung geführt. Und auch dieses Format, The Rector’s Column, leistet einen Beitrag, noch transparenter zu machen, welche Schritte wir im Rektorat planen, um die PLUS langfristig auf sichere Beine zu stellen. Die zweite Ebene ist die strategische Ebene. Sie stellt dar, was wir inhaltlich wollen. Unser Studienangebot ist breit gefächert, die Forschung liegt auf höchstem Niveau, wir sehen uns der Third Mission verpflichtet. Wir verorten unser Handeln in vier Leitmotiven:
  • Digital Life. Wir fassen das Thema Digitalisierung sehr weit: von Technik bis Ethik, von Mobilität bis Robotik. Digitalisierung dient den Menschen. Wir wollen Vorteil und Nutzen vermitteln und Lehre und Forschung entsprechend ausrichten.
  • Development & Sustainability. Entwicklung und Nachhaltigkeit gehören zusammen und damit die Analyse, welche Ideen, Konzepte, gesellschaftliche Entwicklungen nachhaltig sind. Mit einem interdisziplinären Studienangebot zu den Themen Umwelt und Technik zeigen wir langfristige Zukunftsperspektiven für Entwicklung und sinnvolles Wachstum auf.
  • Art in Context. Die PLUS liegt im Herzen der Kulturstadt Salzburg. Kunst erfassen wir im Zusammenhang. Sie ist eine Handlungsform. Wir verbinden also Wissenschaft und Künste für ein ganzheitliches Lebensbild, das uns leiten soll.
  • Health & Mind. Auch den Begriff Gesundheit fassen wir weit. Es geht nicht nur um einen gesunden Zustand des Körpers. Es geht um den Begriff der psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Gesundheit, um das individuelle und gesellschaftliche Wohlergehen.
Die strategische und kommunikative Ebene wirken nur dann, wenn das Fundament der Universität stabil ist. Das bringt schließlich die dritte, strukturelle Ebene ins Spiel.

Wir wollen die PLUS langfristig stärken.

Dafür benötigen wir Strukturen, die den immensen finanziellen Herausforderungen und den Anforderungen an die zukünftige Lehre und Forschung Stand halten. Die finanziellen Spielräume der Universität Salzburg sind derzeit kaum vorhanden. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben zu einer weiteren Verschärfung der Finanzlage geführt. Seit Jahresbeginn arbeiten wir mit allen Fachbereichen an Lösungen, um Synergien zu finden, Kräfte zu bündeln, Kapazitäten zu schaffen. Dieser Prozess ist schwierig. Nicht alle Wünsche werden erfüllt werden können. Wir sind alle von der Intention geleitet, die Universität langfristig auf starke Beine zu stellen – gemäß unserer Leitlinie Universität Salzburg. PLUS. Kompetenz für morgen. Konkret: Der breite Diskussionsprozess zu den strukturellen Veränderungen wird bis ca. Ende Juli abgeschlossen. Unser Vorschlag geht dann im September in den Senat und danach in den Universitätsrat. Wir werden den Vorschlag zur Diskussion stellen und den Sachstand selbstverständlich kommunizieren. Viele, der jetzt öffentlich zu vernehmenden Äußerungen sind reine Spekulationen. Sie stützen sich auf vage Annahmen oder sind schlichtweg falsch. Richtig ist: Ein Konzept für eine nachhaltige, zukunftsweisende Struktur der Universität Salzburg wird gerade mit einer breiten Beteiligung erarbeitet. Mit allen Fachbereichen, Fakultäten und Kurien. Nichts ist beschlossen. Wegweisende Entscheidungen werden an der Universität demokratisch getroffen. Im Dezember schließlich werden wir das von den Gremien beschlossene Gesamtkonzept dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung zur Fortschreibung des Entwicklungsplanes vorgelegen. Ich setzte dabei auf den Dialog mit Ihnen. Deshalb werden wir zwei neue Formate etablieren. Den virtuellen Austausch im Rahmen eines „PLUS Talks“ und ein laufendes aktuelles PLUS Forum in unserem Intranet, wo Sie Anregungen zum Prozess geben können und Ihre Fragen beantworten werden. Nähere Information folgen in den kommenden Tagen. 2020. Ein Jahr des Aufbruchs für die PLUS. Wir sind mitten drin und ich freue mich auf Ihre Mitwirkung. Herzlichst Ihr Hendrik Lehnert